Parken will gelernt sein – oder – Zwei Nachbarn in der Tiefgarage

Man kann ja von Rechtsschutzversicherungen halten, was man will. Ab und an finanzieren diese jedoch (Nachbars-)Streitigkeiten, die andernfalls wohl aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nicht geführt würden – was schade wäre.

Einen solchen Rechtsstreit hatte kürzlich wohl das AG München zu entscheiden. Den Tenor des Urteils gleich vorweg:

1. Die Nutzung eines Stellplatzes schließt die Nutzung des kompletten Stellplatzes ein.

2. Das Parken innerhalb der Grenzen des eigenen Parkplatzes begründet auch dann keinen Unterlassungsanspruch, wenn das Fahrzeug äußerst rechts zum Nachbarstellplatz abgestellt wird.

AG München, Urteil vom 11.06.2013; Az.: 415 C 3398/13.

Die Geschichte dahinter ist schnell erzählt: Tiefgarage, zwei Stellplätze nebeneinander. Das Auto links wird regelmäßig so weit rechts abgestellt, dass es zwar gerade noch in den Grenzen des Stellplatzes sich befindet, jedoch den Fahrer des rechten Autos daran hindert, in dessen mittig geparktes Auto ein- bzw. aus diesem auszusteigen.

Hier der Volltext des Urteils.

Unfasslich.

Über Rechtsanwalt Patrick Konze

Rechtsanwalt. Regensburg. Baurecht. Architektenrecht.
Weitere Infos über den Autor.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Lustiges, Rechtsprechung, Skurril, Zivilrecht. Fügen Sie den permalink zu Ihren Favoriten hinzu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.